Tag 7: Danaque – Chame

Der Tag begann 6:45 Uhr und mir ging es wieder besser. Die Erkältung schien sich wohl langsam zu verziehen. Anscheinend setze mir am Vorabend zusätzlich die Guest House Katze zu, da diese auch in den Räumlichkeiten unterwegs war. Als wir unser Zimmer verließen wurden wir mit einem richtig tollen Sonnenaufgang belohnt. Generell war der Himmel nicht so trüb, so dass ich auch ein paar schöne Bilder von den schneebedeckten Bergen machen konnte.

Sonnenaufgang in Danaque
Sonnenaufgang in Danaque

7:15 Uhr gab es dann bereits Frühstück. Einen Apple Pancake und ein Zwiebel Knoblauch Omlette. Nach dem Frühstück liefen wir nochmal ohne Rucksack zur Dorfmitte um Wasser an der Safe Drinking Water Station abzufüllen. Diesmal war das Häuschen sogar besetzt, so dass unsere Flaschen abgefüllt und das Geld kassiert wurde. An der Station trafen wir dann auch noch 2 Deutsche die dort mit ihrem Guide eine kurze Pause einlegten und ebenfalls Wasser abfüllen ließen.

Nachdem wir Danaque verlassen hatten, mussten wir uns anfangs wieder einem steilen Anstieg stellen. Nachdem dieser überstanden war, folgte nur noch ein recht entspannter Weg ohne viel Auf und Ab. Vor Reisebeginn hatte ich gelesen, dass es im Frühling in Nepal eine tolle Rhododendronblüte geben soll. Von dieser hatte ich bisher aber nichts gesehen was ich sehr schade fand. Heute war es dann aber soweit. Wir konnten die ersten Blüten sehen und waren überrascht, diese erst in dieser Höhe anzutreffen. Die Hoffnung existierte, beim Abstieg noch wesentlich mehr Blüten sehen zu können.

Mittag gab es dann in Koto. Wie immer gab es für mich Veg. Egg Fried Potatoes. Die Dame die unser Essen zubereitete kümmerte sich nebenher noch um ihr Baby und verjagte Kühe von ihrem Grundstück. Das wäre in Deutschland undenkbar. Der Raum in dem wir saßen spiegelte wieder den Mangel an Material und den Ideenreichtum der Nepalesen wieder – die Gardinenstangen waren Bambusstöcke. Nachdem wir unser Mittag gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Chame. Mittlerweile war es wieder sehr windig draußen und somit sehr unangenehm. Was wir nicht wussten war, dass unser Zielort Chame nur 10 Minuten entfernt war. Hätten wir das vorher gewusst, wären wir sofort bis Chame durchgelaufen und hätten dort gespeist. Chame liegt auf 2670 m Höhe so dass wir nur angenehme 370 Höhenmeter zurückgelegt haben. Von der Strecke her waren es diesmal ca. 13 km die wir in etwa 6 Stunden zurückgelegt haben.

Danaque - Chame
Danaque – Chame

Unser Guest House hatte erstaunlicherweise Strom und sogar Steckdosen. Sehr geil. Zudem hatten wir gute Matratzen aber es war mal wieder sehr hellhörig. Da wir aber keine Zimmernachbarn hatten, sollte dies kein Problem darstellen. Mittlerweile wurde es abends so kalt, dass ich mich ins Bett setzte und mir den Schlafsack als Decke drüberlegte. Im Esszimmer bzw. Gemeinschaftsraum wurde sogar der Ofen angeschmissen. Als Brennmaterial wurde Holz verwendet, das in den umliegenden Wäldern gesammelt wurde. Es war dann zwar schön warm aber der Ofen qualmte so stark, dass allen die Augen brannten und tränten. Ein Ofen mit funktionierendem Abzugsrohr wäre schon eine feine Sache gewesen.

Um Wasser für den kommenden Tag zu haben, füllten wir unsere Flaschen mit dem draußen anliegenden Leitungswasser. Da es dunkel war, sahen wir zum Glück nicht was alles im Wasser umherschwomm. Pro Liter Wasser warfen wir dann eine Tablette zur Wasseraufbereitung ein. Wir waren beide gespannt wie das Resultat am kommenden Morgen ausfallen würde.

Weitere Impressionen des Tages

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