Ausflug nach Nara

Nachdem gestern die Otakuseele in mir zufriedengestellt wurde, ging es heute ca. 30 km mit dem Zug in den Ort Nara um viele kunstvolle Tempel zu besichtigen. Und da war auch schon der Haken an der Sache.. Zug fahren. ^^

Das U-Bahn-System in Ôsaka habe ich mittlerweile verstanden, kann ich in japanischer Sprache bedienen und nutzen aber eine Zugfahrt in einen anderen Ort mit einer anderen Bahngesellschaft war dann doch wieder eine etwas größere Herausforderung für mich. Recherchieren konnte ich im Vorfeld auch nicht, da heute morgen das WLAN im Hotel nicht funktionierte. So hatte ich lediglich den Namen der Bahngesellschaft und den Abfahrtsbahnhof, da ich diese bereits in Deutschland herausgesucht hatte. Naja wenigstens etwas. Ich machte mich also auf zum Bahnhof Nipponbashi und fing an, den Haltestellenplan der Bahngesellschaft zu studieren. Ich stand nicht mal eine Minute vor dem Plan, da stand auch schon eine Japanerin neben mir und redete mit mir auf Japanisch nur habe ich nichts verstanden. Ich meinte daher nur 分かりません (wakarimasen – sinngemäß: ich verstehe nicht). Sie zückte dann ihr Handy und fing an etwas rumzutippen. Anscheinend konnte sie kein Englisch, von daher musste ich mich darauf konzentrieren so viel wie möglich von ihrem Japanisch zu verstehen. Es ging zeitweise auch recht gut. Sie wollte wissen wohin ich möchte und das konnte ich ihr auch mitteilen. Somit konnte sie mir schonmal sagen welches Ticket ich benötige. Das haben wir dann auch sofort gemeinsam gezogen. Da sie in die selbe Richtung musste gingen wir gemeinsam zum Gleis. Und dann redete sie wieder viel und schnell, weshalb ich bis auf ein paar Wörter nicht wirklich etwas verstanden habe. Sie versuchte es anschließend noch einmal in kürzeren Sätzen. Nach und nach wurde mir dann klar, dass sie mir mitteilen wollte welcher der kommenden Züge der Richtige ist und wann ich am Ziel ankommen werde. Ein Glück, dass mein Japanisch-Lehrbuch viel Vokabular in Bezug auf das Zugfahren beinhaltete. So konnte ich anhand einiger Schlüsselwörter einiges verstehen oder erschließen. Zumindest war es echt spannend, da ich gezwungen war Japanisch zu nutzen. :)

In Nara angekommen, steuerte ich sofort wieder das Tourist Information Center an und deckte mich mit Kartenmaterial ein und lies mir eine Route empfehlen und auf der Karte einzeichnen. Viel gibt es zu den Tempeln nicht zu sagen, außer dass diese teils echt prunkvoll waren und eine herausragende Architektur aufwiesen. Der Großteil der Tempel ist bereits um die 1300 Jahre alt. Demzufolge sind die meisten Tempel schon einige Male niedergebrannt und wurden immer wieder aufgebaut. Lassen wir mal die Bilder sprechen. Aus den 273 geknipsten Fotos habe ich mal 116 Bilder ausgewählt.

Die freilaufenden Rehe waren für mich heute ein Highlight. Laut der Sightseeing Guide sollen es um die 1200 freilaufenden Rehe sein. Wer wollte konnte “Deer Cracker”, also eine Art Kekse für die Rehe kaufen und die Rehe dann damit füttern. Wollte ich erst machen aber als ich dann gesehen habe, dass das recht gefährlich wird und man nicht ohne Blessuren davonkommt habe ich es sein lassen. Einmal habe ich nicht aufgepasst, da stand schon ein Reh neben mir und hat in mein Kartenmaterial gebissen und wollte das fressen. xD Alles in allem waren die Rehe einfach echt putzig.

Zum Mittag gab es dann やきとりどん (Yakitoridon). War etwas wenig aber zumindest sehr lecker. Danach ging es sofort weiter. Ich frage mich wie viele Kilometer ich heute zu Fuß zurückgelegt habe. Mein ganzer Körper schmerzt immer noch wegen der letzten Tage. Ich hoffe, dass sich das bald wieder legt.

Die Rückfahrt klappte dann wie am Schnürchen. Morgen steht dann die Zugfahrt nach Kyôto an. Wieder mit einer anderen Bahngesellschaft. Mal gucken wie ich mit dieser Bahngesellschaft zurechtkomme.

Nara

Weitere Impressionen des Tages

3 Comments

    1. shion

      Wer konnte ahnen, dass die jemand nachzählt. xD
      Da habe ich wohl im Nachhinein noch ein Bild gelöscht oder es ist beim Upload eins abhanden gekommen.

      Jaaaa und die Rehe. :3

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