Wechsel nach Kyôto

Wie gestern berichtet, stand eine Nacht im Capsule Hotel an. Die Erwartung auf eine erholsame Nacht wurde aber leider nicht so wirklich erfüllt. Leider gab es einige Menschen, die sich nicht an die Regeln gehalten haben und somit für regelmäßigen Lärm gesorgt haben. Meiner Vermutung nach waren die Schuldigen Ausländer. Von diesen waren sowieso erstaunliche viele anwesend. Letztendlich wurde unsere Nacht somit immer wieder unterbrochen. Etwas zerstört krochen wir am morgen aus unseren Waben und waren froh, dass dies unsere einzige Nacht in einem Capsule Hotel war. Die Erfahrung, in einem Capsule Hotel zu übernachten, möchte ich jedoch nicht missen und kann es nur jedem empfehlen der mal etwas abseits eines normalen Hotels erleben möchte.

Der Check-out und der Wechsel von Ôsaka nach Kyôto verlief dann reibungslos. Da wir erst relativ spät abgereist sind, kamen wir erst kurz nach 13:00 Uhr in Kyôto an. Anschließend ging es direkt zur Nijô Castle, von der von außen nicht so viel zu sehen war. Der Weg dorthin war ziemlich anstrengend, da der Schweiß bei 37°C in Strömen floss. Der leichte Wind der ab und an wehte fühlte sich an, als ob man von einem Föhn angeblasen wurde.

Nach dem Besuch der Nijô Castle ging es dann in unser Hotelzimmer, welches überraschend groß ausgefallen ist. Da wir ein Zimmer im 13. Stock erhalten haben, können wir über einen Großteil der Stadt gucken. Schade, dass wir das Zimmer schon übermorgen gegen ein winziges Zimmer in Tokyô eintauschen müssen.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, suchten wir den Nishi Markt auf. Eine lokale Einkaufsstraße in der Nahrungsmittel für den Alltag und Souvenirs angeboten werden. Besonders die vielen eingelegten traditionellen japanischen Nahrungsmittel und die vielen Fische sorgten für einen Geruch, bei dem mir ganz anders wurde. Bei unserem Streifzug durch die Stadt stießen wir auch auf eine Demo für den Frieden und Demokratie. Anders als in Deutschland waren viele Demonstranten mit Musikinstrumenten unterwegs und sorgten für einen gemeinsamen, sehr einprägsamen Song. Angeführt wurde die Demo von einem Auto mit Ladefläche und Lautsprechern. Der auf dem Auto rappende Japaner aber auch der Rest der Demo sorgten somit für viel Aufmerksamkeit, so dass auch sehr viele Japaner Fotos von der Demo machten. Da wir auf unseren Streifzügen auch wieder Anime/Manga Geschäfte entdeckten, schlossen wir unseren Tag ab, nachdem wir diese vollständig durchkämmt hatten.

Weitere Impressionen des Tages

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