Tag 4: Rogenstugan – Schutzhütte Slagusjön

Heute sollte ich mein Tagesziel nicht erreichen, so dass ich unerwartet nach 19 km erschöpft Unterschlupf in der spontan entdeckten Schutzhütte Slagusjön suchen musste.

Ein neuer Tag beginnt

Mein heutiger Tag startete verhältnismäßig spät gegen 8:20 Uhr. Die knapp 10,5 Stunden Schlaf waren nach der gestrigen Etappe wohl einfach notwendig, um die Akkus wieder aufzuladen. Obwohl es die Nacht über geregnet und gestürmt hatte, war die Nacht angenehmer und erholsamer als die Nacht zuvor. An die Geräusche des Regens und des Sturms hatte ich mich nämlich glücklicherweise bereits gewöhnt.

Zeltplatz am See Rogen

Als ich aus meinem Zelt kroch schlug mir sofort wieder die Kälte entgegen. Auch wenn ein Zelt keine Isolationsschicht aufweist, so bin ich doch immer wieder überrascht wie viel der Windschutz bringt und wie sehr die eigene Körpertemperatur den Innenraum des Zelts aufwärmt. Nachdem ich vor meinem Zelt stand, zog ich mir direkt meine Fleecejacke und Mütze an und dann die Softshelljacke drüber. Zum Abschluss setzte ich noch die Kapuze auf, um möglichst viel Wärme bei mir zu behalten. Ich ließ dann meinen Blick schweifen und erspähte hundert Meter entfernt ein Zelt. Vor diesem war eine der beiden Schwedinnen am Zusammenpacken. Dann hatten sie gestern wohl wenig Glück mit dem Finden eines Zeltplatzes und mussten doch noch ein ganzes Stückchen laufen, so dass sie dann ca. 30 Minuten nach mir angekommen sind. Als sich unsere Blicke trafen winkten wir uns gegenseitig zu. Wer hätte gedacht, dass wir uns so schnell wieder sehen würden.

Rogenstugan

9:20 Uhr hatte ich mein Zelt abgebaut und mit der restlichen Ausrüstung im Rucksack verstaut. Zeitgleich waren auch die Schwedinnen aufbruchsbereit. Als hätten wir uns auf die Minute genau abgesprochen. Somit zogen wir dann gemeinsam los und tauschten uns noch ein wenig über den gestrigen letzten Wegabschnitt aus, den wir getrennt zurückgelegt hatten.

Rogenstugan

Unser erstes Ziel lag heute gar nicht so weit entfernt. Denn wir wollten an der Rogenstugan, die lediglich 10 Gehminuten entfernt war, einen Stopp einlegen. Bei der Rogenstugan handelt es sich um eine etwas größere Hütte, die soweit ich es überblicken konnte von zwei Schlafhütten, einem Schuppen und einem Toilettenhäuschen umgeben war. Somit zählte die Rogenstugan definitiv zu den größeren Stationen. Daher wartete die Rogenstugan auch mit einem größeren und vielfältigerem Sortiment im Laden (schwedisch: Butik) auf. Darauf spekulierte ich, so dass ich komplett ohne Frühstück gestartet bin. Diesmal war ich mir sicher, dass die Hüttenwirtin anwesend sein würde, da es noch so früh am Morgen war.

Shopping in der Rogenstugan

Wir setzten unsere Rucksäcke ab und hielten nach der Hüttenwirtin Ausschau. Da niemand zu sehen war, traten wir in die Hütte ein und da war es direkt deutlich wärmer. Nur wollte ich mich nicht zu sehr an diese wohlige Wärme gewöhnen. Schließlich hatte ich noch einige Tage in der rauen schwedischen Natur vor mir. Nachdem aber auch in der Hütte niemand zu sehen war, guckten wir uns draußen nochmal um und entdeckten dann die Hüttenwirtin in einer der umliegenden Hütten. Gemeinsam betraten wir dann wieder das Haupthaus, schließlich wollten wir ein wenig in der Butik shoppen.

Butik Wegweiser

Hinter einer verschlossenen Tür befand sich dann ein kleiner Raum, der so klein war, dass der Platz lediglich für zwei Regale reichte, die an die rechte und linke Wand gestellt waren. Zur hinteren Wand und zwischen den Regalen befand sich dann der Tresen und eine Kasse, hinter der sich die Hüttenwirtin platzierte.

Die Regale waren zwar nicht riesig aber gut gefüllt. Von Schokolade und Keksen, über diverse Trekking-Nahrung zum Aufkochen, Dosennahrung, Trockenfleisch bis hin zu Gaskartuschen war alles vorhanden. An sich alles wovon ein eingefleischter Trekker nachts träumt. Da ich lediglich etwas zum Frühstück haben wollte, kaufte ich mir eine Packung Kekse – Ballerina Original. Laut den Schwedinnen klassische und in Schweden sehr beliebte Kekse. Mit 350 SEK (ca. 3,50 €) nicht gerade günstig aber in der Wildnis würde man auch für 10,00 € ein paar Kekse kaufen. Kekse zum Frühstück stieß bei den Schwedinnen allerdings etwas auf Unverständnis aber ich ließ mich von meinem Vorhaben nicht abbringen.

Erfahrungsaustausch mit anderen Trekkern

Nachdem ich meine Kekse bezahlt und wir die Hütte wieder verlassen hatten, trafen wir vor der Hütte auf zwei Omas. Diese wollten gerade in ihre Etappe starten und waren von Süden nach Norden unterwegs. Vom Alter her schätzte ich sie auf Ende 60 ein, was sofort eine gewisse Bewunderung in mir auslöste. Ob ich in diesem Alter wohl auch noch so fit sein werde?! Wir kamen sofort ins Gespräch und interessanterweise konnten beide Omas fließend Englisch sprechen, wodurch wir uns super austauschen konnten. In der Hinsicht bin ich doch sehr durch Deutschland geprägt, da es hier eher die Ausnahme ist, dass jemand in diesem Alter fließend Englisch spricht. Nach einem kurzen Gespräch wünschten wir uns alles Gute und dann zogen sie auch schon los.

Direkt darauf traf eine Schwedin an der Rogenstugan ein und war in Begleitung eines größeren Hundes. Somit kamen wir auch direkt ins Gespräch, da mich brennend interessierte, wie ein Hund auf einer Trekkingtour ausreichend mit Nahrung versorgt werden kann. Sie erzählte, dass sie auf ihrer vorherigen Tour gefriergetrocknetes Hundefutter dabei hatte, dies aber zu sehr ins Geld ging. Eine nachträgliche Recherche meinerseits ergab, dass die gängigen Marken pro Kilogramm zwischen 60,00 und 400,00 € kosten. Von daher konnte ich die Aussage dann sehr gut nachvollziehen. Auf dieser Tour hatte sie daher nur noch Trockenfutter mit. Aber auch da muss man sagen, sie muss ihren Hund echt lieben wenn sie ihm zu liebe so viel Extragepäck mitführt. Aber andererseits immer einen warmen flauschigen Hund an der Seite zu haben hat mit Sicherheit auch etwas.

Da ich den beiden Schwedinnen gestern von der Schlange erzählt hatte, ergab sich nun aufgrund unserer Pause die Gelegenheit ihnen das Foto der Schlange zu zeigen. Sie konnten mir dann auf Anhieb den schwedischen Namen „Huggorm“ der Schlange sagen und bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine Giftschlange handelte. Ein Glück dass ich gestern kein Risiko eingegangen bin und einen Bogen um die Schlange gemacht habe.

Private Waldhütten mit Privatstrand

Nachdem der morgendliche Redebedarf gedeckt war, ging es 10:30 Uhr weiter. Der vor uns liegende Weg führte uns dann entlang des Sees Rogen. Der sehr steinige Strand und der starke Wellengang ließ wieder das Gefühl aufkommen, als würde ich am Meer stehen.

Unterwegs am See Rogen

Direkt am See befanden sich ein paar Holzhütten, die von einigen Schweden wohl als private Ferienwohnungen genutzt werden. Ich finde dieses Konzept mehr als interessant, da diese Hütten weder an das Straßennetz, noch an das Strom-, Wasser- und Abwassernetz angebunden sind. Ich würde mal tippen, dass mindestens 4 km zu Fuß zurückgelegt werden müssen, damit die Hütten überhaupt erst einmal erreicht werden. Andererseits dürfte das wohl enorm entspannend sein einige Tage oder Wochen so abgeschieden von der Zivilisation an einem privaten Strand mitten im Wald zu verbringen.

Wildgruben

Wildgrubenbesichtigung

Nachdem wir unsere Wasserflaschen wieder an einem Fluss gefüllt hatten, kamen wir kurze Zeit später an einer Wildgrube vorbei. Das daneben stehende Schild erklärte detailliert auf Schwedisch und in einer Kurzfassung auf Englisch, dass diese Wildgruben seit der Steinzeit verwendet wurden, um Rentiere und Elche zu fangen. 1865 wurde dann der Einsatz dieser Wildgruben verboten, da diese wohl so effektiv waren, dass man glaubte die Elche wären aufgrund der Wildgruben ausgestorben. Nachdem ich mich bezüglich der Wildgruben weitergebildet hatte, ging es weiter durch ein sehr steiniges Gebiet, dem eine weitläufige sumpfige Graslandschaft folgte.

Moltebeeren

Unterwegs kamen wir zeitweise an den üblichen Beeren vorbei, die immer wieder zu einem kleinen Stopp führten, da die Schwedinnen die Beeren naschen wollten. Dies war übrigens auch nach ihrer Erklärung der Grund  warum sie so langsam vorankamen. Bei einem der Beerenstopps entdeckten sie dann Moltebeeren. Diese waren mir zu diesem Zeitpunkt völlig fremd. Vom Aussehen her erinnerten sie mich an orangefarbene wilde Brombeeren. Schon allein wegen der Farbe hätte ich die Finger von diesen Beeren gelassen. Die Schwedinnen erklärten mir allerdings, dass diese Beeren essbar sind und in Schweden für Desserts verwendet werden. Somit kostete ich ebenfalls zwei Moltebeeren. Den Geschmack konnte ich aber nicht so wirklich einordnen, da ich keinen Vergleich zu ähnlich schmeckenden Nahrungsmitteln ziehen konnte.

Mittagspause

Mittagspause

Nach ca. 4,5 km tat sich vor uns der Berg Tandsjövalen mit einer Höhe von 993 m auf. Da die Uhr bereits 12:30 Uhr zeigte, entschieden wir uns trotz des schlechten Wetters dazu vor dem Aufstieg eine Mittagspause einzulegen. Es war wieder windig, der Himmel enorm grau aber zumindest war es bis auf ein paar Regentropfen noch trocken. Da es keine Felsen und nur vereinzelt Bäume gab, mussten wir uns in das recht offene Feld setzen und waren somit dem Wind ausgesetzt. Da es zudem keine Sitzgelegenheiten gab, war die Pause alles andere als angenehm. Mein Mittagessen bestand dann aus Risotto mit Gemüse. Allerdings schmeckte das Gericht wie die Nudel-Huhn-Terrine von vorgestern, weshalb ich mir das Gericht runterwürgen musste. Somit wuchs meine Nahrungsmittel-Blacklist um einen weiteren Eintrag an. Meine schwedische Begleitung fuhr natürlich wieder das volle Programm auf und durchlief gefühlt ein 3-Gänge-Menü. Da mein Speiseplan im Vergleich sehr traurig wirkte und man somit wieder Mitleid mit mir hatte, versorgte man mich mit Parmaschinken und Pringles. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie göttlich das war.

Bergaufstieg und ungeplanter Abschied

Nach einer Stunde ging es dann wieder weiter. Der Wind wurde stärker und es fing leicht an zu regnen. Ein Blick nach hinten offenbarte mir, dass eine große Regenwelle im Anmarsch war. Von daher konnte ich mich schon einmal darauf einstellen, dass es den restlichen Tag regnen würde und ich wieder keinen einzigen Sonnenstrahl zu Gesicht bekommen würde.

Auf dem Berg Tandsjövalen

Beim Aufstieg sollte ich dann vorgehen, da ich gestern und auch heute die Schwedinnen immer vorne laufen lassen habe. Aus dem einfachen Grund, damit ich ihnen nicht unabsichtlich davonlaufe. Das war ihnen denke ich auch bewusst. Der Bergaufstieg war dann mit Regen und Windböen genau nach meinem Geschmack, da einerseits richtiges Abenteuerfeeling aufkam und ich andererseits Bergaufstiege im Vergleich zum ebenerdigen Laufen deutlich bevorzuge. Somit passierte es dann auch, dass ich deutlich schneller unterwegs war und ich die Schwedinnen verlor. Ich konnte sie zwar noch hinter mir sehen, da ich den Berg hinab gucken konnte. Aber auch wenn die Entfernung nicht so weit aussah, so wusste ich doch, dass ich mindestens eine halbe Stunde warte müssten, damit sie mich wieder einholen. In Anbetracht dass es regnete und ich trotz der fortgeschrittenen Zeit erst 6,5 km von 24,5 km zurückgelegt hatte, musste ich mich leider dazu entscheiden meine Reise ohne wirkliche Verabschiedung fortzusetzen. Der Ausblick von der Bergspitze war grandios, da wirklich das komplette Umland einsehbar war. Allerdings wäre der Ausblick mit strahlend blauem Himmel noch genialer gewesen.

Fjällstuga Storrödtjärn

Der weitere Weg bestand aus einem enorm steinigen Pfad, so dass es wieder schwierig wurde zu laufen. Meine Geschwindigkeit sank somit auf 2 km/h wenn nicht sogar 1,5 km/h ab, was mir in Anbetracht meines Tagesziels schon etwas Sorge bereitete. Die Landschaft war allerdings sehenswert und abwechslungsreich. Riesige ausgetrocknete Steinbecken, große und kleine Flüsse mit intakten und morschen Brücken, große und kleine Steine mit leuchtenden Flechten und zwischen all den Steinen immer wieder bunte Blüten.

Unterwegs entdeckte ich in der Ferne an einem See eine halboffene Schutzhütte, die sich perfekt zum Übernachten geeignet hätte. Allerdings war es strecken- sowie zeittechnisch noch nicht so weit, dass ich den Tag hätte beenden wollen. Nachdem ich den Berg überquert und wieder das Tal erreicht hatte, ging es auf großen sumpfigen Wiesen weiter. Daher waren einige hundert Meter wieder mit Brettern ausgelegt, um trockenen Fußes voranzukommen. Nachdem ich 2,5 Stunden meine Füße auf den steinigen Pfaden gequält hatte, war ich nun sehr dankbar für den vor mir liegenden ebenen Weg. Natürlich sollte es nur kurze Zeit später wieder mit dem üblichen steinigen Wegen weitergehen.

Fjällstuga Storrödtjärn

Gegen 18:30 Uhr erreichte ich nach insgesamt 17,5 km die Fjällstuga Storrödtjärn. Ich hatte mein Tagesziel zwar noch nicht erreicht aber das durchgehende stürmische Regenwetter und der beschwerliche Weg hatten mir bereits ordentlich zugesetzt. Daher freundete ich mich mit der Idee an, an der Fjällstuga Storrödtjärn mein Zelt aufzuschlagen. Nur handelte es sich bei der Fjällstuga um eine vergleichsweise kleine Hütte, die mitten in einem Steinfeld lag. Da ich im Umkreis keinen einzigen geeigneten Platz für mein Zelt entdecken konnte, entschloss ich mich weiterzuziehen.

Zermürbt und am Ende

Die Entscheidung weiterzulaufen entpuppte sich allerdings als nicht so sinnvoll, denn das vor mir liegende Areal und das schlechter werdende Wetter sollten mir richtig zusetzen. Das komplette Gebiet der nächsten 3 km bestand aus einer hügligen Landschaft, in der kein einziger Baum und kein einziger Strauch mehr wuchs. Lediglich abertausende kleine aber auch große Steine lagen dicht an dicht und übersäten das komplette Areal.

Schwer passierbare Steinfelder

Der Wind und die Sturmböen wurden zunehmend stärker und unglücklicherweise immer eisiger. In Kombination mit der Nässe und keinem vorhanden Windschutz wurde es dann wirklich unangenehm. Die vielen Steine sorgten dafür, dass ein schnelles Vorankommen nicht einmal ansatzweise möglich war. Vor allem, da die Steine größtenteils mit Flechten bewachsen waren und diese durch die Nässe teilweise glatt wie Schmierseife waren. Und schlimmer noch, meine Füße brannten wie Feuer, so dass jeder Balanceakt auf den Steinen beim Überqueren der Geröllfelder eine wirklich schmerzhafte Angelegenheit war.

Während ich mich durch das Steinfeld kämpfte und die Zähne zusammenbiss, versuchte ich den restlichen Weg bis zu meinem gesetzten Zielpunkt zu planen. Dieser lag an einem See in einem Grünstreifen, in dem das Zelten in der Regel relativ gut möglich sein sollte. Das Zelten im Steinfeld war jedenfalls unmöglich, da es keinen einzigen Quadratmeter ohne Steine gab und es somit keine Möglichkeit gab ein Zelt aufzustellen. Ich prüfte mein Kartenmaterial und stellte fest, dass es bis zu meinem Wunschziel noch 5,5 km waren. Da die Uhr bereits 19:00 Uhr zeigte und ich nur langsam vorankam, rechnete ich mit 2,5 weiteren Stunden Gehzeit. Die resultierende Ankunftszeit von 21:30 Uhr machte mir da schon etwas Sorgen. Mal ganz zu schweigen von meiner körperlichen Verfassung.

Schutzhütte Slagusjön

Während ich hin und her überlegte, ob ich das wirklich durchziehen soll, tat sich nicht weit von mir entfernt eine kleine Schutzhütte auf. Völlig überrascht prüfte ich mein Kartenmaterial. Theoretisch sollte dort keine Schutzhütte stehen, praktisch konnte ich sie aber sehen. Halluzinationen traute ich mir in meinem Zustand jedenfalls noch nicht zu.

Schutzhütte Slagusjön

Innenraum der Schutzhütte Slagusjön

Gegen 19:30 Uhr erreichte ich dann die Schutzhütte und betrat diese direkt, um mich windgeschützt hinsetzen zu können. Durch ein kleines Fenster fiel etwas Licht aber die Hütte an sich war trotzdem relativ dunkel. Entlang der Wände waren jeweils Holzboxen angebracht, die einerseits als Sitzgelegenheit und andererseits als Schlafgelegenheit genutzt werden können. In der Mitte des Raums stand ein kleiner Ofen. Streichhölzer und ein paar Holzscheiten lagen ebenfalls bereit, wobei diese nur in einem Notfall verwendet werden sollten.

Am Eingang befand sich zudem ein kleiner Schrank, in dem eine Pfanne, Trockennahrung, Tee, Schokolade, Zucker, Dextro Energy, Kerzen, ein Erste-Hilfe-Set und Toilettenpapier zu finden waren. Alles was notwendig ist, um eine in Not geratene Person wieder aufzupäppeln. Da die Schutzhütten nur im Notfall für Übernachtungen genutzt werden dürfen, damit im Fall der Fälle auch Platz für in Not geratene Personen zur Verfügung steht, überlegte ich ab wann eine Übernachtung in der Schutzhütte gerechtfertigt wäre. Da draußen immer noch die eisigen Sturmböen tobten, mir meine Erschöpfung zusetzte und ich mittlerweile fror, entschied ich mich für eine Übernachtung in der Schutzhütte. Ich packte also meinen Rucksack aus, pumpte die Isomatte auf und schüttelte meinen Schlafsack auf. Denn dieser war meine wärmende Rettung. Während ich im Schlafsack langsam wieder an Wärme gewann, pfiff der Wind an der Schutzhütte entlang. Irgendwann schlief ich dann ein.

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