Tag 11: Manang – Yak Kharka

Nach 12 Stunden Schlaf ging es dann 6:15 Uhr wieder auf in einen neuen Tag. Unsere Kopfschmerzen waren nach dieser langen und erholsamen Nacht zum Glück weg. Der Ice Lake Side Trek war wohl doch anstrengender für den Körper als einem bewusst war. 7:00 Uhr gab es dann Spiegeleier, Bratkartoffeln und 2 Toasts mit Honig, so dass ich mit voller Energie in die nächste Etappe nach Yak Kharka starten konnte.

Mit gefüllten Wasserflaschen brachen wir dann auf und nahmen den sehr steilen Anstieg in Angriff. Nach gut einer Stunde nahmen dann meine Magenkrämpfe vom Morgen zu, so dass ich in die fast nicht mehr vorhandenen Büsche ausweichen musste. Bisher konnte ich dieses Erlebnis vermeiden aber nun schien es keinen Ausweg mehr zu geben… Nachdem wir den Anstieg bewältigt hatten, wurden wir mit einem relativ einfachen restlichen Weg belohnt.

Gebetsmühlen

Mittag wollten wir in einem kleinen Dorf zu uns nehmen, das ca. auf der Hälfte der Strecke lag. Allerdings wurde daraus nichts, da wir das Dorf durchquerten, ohne dass wir es merkten. Denn das Dorf bestand nur aus einem winzigen Haus. Somit gab es dann erst beim nächsten Häuschen etwas später Mittag. Ich gönnte mir eine vegetarische Pizza, wobei der Käse stark auf der Zunge brannte. Ich habe keine Ahnung was da drin war aber geschmeckt hat es trotzdem.

Panorama auf dem Weg nach Yak Kharka

Auf den schmalen Pfaden waren unter anderem Pferde unterwegs. Blöderweise waren diese ziemlich langsam, so dass ich diese an einer passenden Stelle überholen wollte. Nur liefen die Pferde immer dann schneller, wenn ich auch anfing schneller zu laufen. Teilweise schien es so, als ob das Pferd mich abdrängen wollte, da es immer zu der Wegseite lief, an der ich vorbei laufen wollte. Dieses Spielchen wiederholte sich einige Male bis das Überholmanöver dann endlich glückte. Nach 10 km Fußweg, 500 zurückgelegten Höhenmetern und 5 Stunden erreichten wir den Zielort Yak Kharka.

Tag 11: Manang - Yak Kharka

Im Guest House waren wir wieder die einzigen Gäste. Unser Zimmer war massiv und winddicht, die Betten sauber und die Toilette war die wohlriechendste und sauberste die wir bisher auf unserer Reise zu Gesicht bekommen haben. Der Gemeinschaftsraum war durch seine vielen Sitzgelegenheiten und die großen Fenster, die in 3 Himmelsrichtungen zeigten, besonders chillig. Dort konnte man es sich gut gehen lassen. Die recht jungen Nepalesen schienen ebenfalls nach diesem Motto zu leben und betranken sich. Einer torkelte später draußen herum und irgendwann ritten dann 2 betrunkene Nepalesen mit Pferden davon. Ein sehr lustiges Bild.

Das Wetter schlug wider innerhalb kürzester Zeit um und plötzlich waren um uns herum nur noch Wolken. Somit konnten wir draußen nichts mehr sehen. Nicht einmal mehr den Berghang der nur ein paar hundert Meter entfernt war. Es dauerte nicht lange und es fing wieder an zu schneien. Bei heißem Tee versammelten wir uns mit den Nepalesen dicht um den heißen Ofen und wärmten uns alle etwas. Zudem genehmigten wir uns auch noch etwas zum Abendbrot. Der Guest House Owner ließ mich dann später ein Stück von seiner Pizza kosten. Ich lehnte erst ab, da ich ihm nicht sein Abendbrot wegfressen wollte aber er bestand darauf, dass ich einmal koste. Nachdem die Dämmerung einsetzte verzogen wir uns langsam in unser Zimmer und legten uns schlafen.

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