Japanreise – Flug nach Japan

Nun bin ich bereits in Japan und die Anreise hat einige kleine Überraschungen für mich bereitgehalten. Ist denke ich nicht weiter verwunderlich, da es mein erster Langstreckenflug war. Turkish Airlines stellte sich hierbei als super Airline heraus und sollte daher bei meinen zukünftigen Flugbuchungen bevorzugt behandelt werden. Die Mitarbeiter waren immer freundlich, sei es nun an der Gepäckaufgabe, während den beiden Flügen oder bei einer Auseinandersetzung mit einem scheiß dreisten und unfreundlichen Türken (die werden sich über ihren Landsmann gefreut haben).

Abflug

Abflug Abflug

Was mich positiv überraschte, war die Ausgabe einer kleinen türkischen Süßigkeit zu Beginn beider Flüge. Es handelte sich um einen weiß gepuderten dunkelbraunen Würfel der mit einem Zahnstocher aufgespießt auf einem Tablett serviert wurde. Und der hat echt lecker geschmeckt. Sehr schokoladig aber es war letztendlich keine Schokolade sondern eher eine sehr zähe weiche Masse in dessen Mitte eine Nuss versteckt war. Als ich diese Süßigkeit beim 2. Flug noch einmal bekommen habe, habe ich es gleich mal fotografiert. ^^

Schokoding

Wer weiß wie es heißt? Im türkischen Duty Free Shop wurde das auch verkauft aber den Namen konnte ich nirgens erblicken.

Das Essen war ebenfalls echt super und hat sehr lecker geschmeckt. Würde ich sofort wieder essen. Ich war nur etwas irritiert, da mein asiatisches Vegetarienmahl bereit auf dem Flug nach Istanbul serviert wurde. Meine erste Vermutung war, dass das Essen extra auf diesen Flug gelegt wurde, da der Anschlussflug erst gegen 1 Uhr türkischer Zeit starten sollte und daher vermutlich alle schlafen werden.

Asiatisches Vegetarienmahl

Nachdem ich in Istanbul gelandet war und ich mich durch den Security Check in den Transitbereich begab, machte ich mich auf die Suche nach etwas Trinkbarem. Die 2 Möglichkeiten die ich fand konnten leider nur in türkischer Währung bezahlt werden. Äußerst sinnvoll in einem Transitbereich in dem man auf seiner Ursprungswährung sitzen bleibt. Euro sind doch nun nicht sooo selten. Im Duty Free Shop gab es nur dir harten Drogen. Und eine Flasche Vodka auf dem Flug killen wäre doch schon etwas krass. ^^

Hier mal noch ein schönes Bild von Istanbul bei Nacht.

Istanbul

Das Flugzeug des Langstreckenfluges war dann doch schon ein ganzes Stück größer als die Maschinen mit denen ich bisher so unterwegs war.

Flugzeug Flugzeug

Flugzeug

Auf dem Langstreckenflug wurde dann noch mehr Service geboten. So lagen auf jedem Sitz Pantoffeln, eine Decke und ein Kissen bereit.

Flugzeug

Weiterhin wurde diese tolle Box ausgeteilt, die einige nützliche Utensilien enthielt.

Box

Während des Fluges wurden dann heiße, feuchte und mit Zitrone aromatisierte Tücher ausgeteilt. Ich war erst etwas verwundert was ich damit soll, daher habe ich es wie die anderen gemacht und mit einfach meine Hände damit gesäubert. ^^

Danach gab es dann schon wieder Essen. Ich hatte gar nicht damit gerechnet und dachte die Dame möchte mir nur etwas zu trinken geben, weshalb ich wiederholt „Apple juice“ sagte. xD
Man machte mir dann aber deutlich was man von mir wollte. Ich hatte die Wahl zwischen 2 verschiedenen Gerichten. Ich entschied mich dann für Beef. Und das Essen sah mal wieder echt köstlich aus, hat mir aber nicht so gemundet wie das erste Essen. War aber trotzdem gut.

Flugzeug Essen

Danach wurden dann nochmal kleine Tütchen mit Süßigkeiten verteilt. Und als nächstes konnte noch zwischen Kaffee, grünem und schwarzem Tee gewählt werden. Und daraufhin wurden dann Tütchen mit Nüssen verteilt. Und danach konnte nochmal etwas zu trinken geordert werden und nebenbei wurden kleine 0,33l Flaschen verteilt. Somit bin ich knapp 2 Stunden zu nichts gekommen weil ständig jemand neben mir stand und was gefragt oder verteilt hat. So kann man seine Flugzeit auch rumbekommen. xD Nachdem ich satt war und einen Trinkvorrat hatte, fand ich es gar nicht mehr schlimm, dass ich weder Trinken noch Essen im Duty Free Shop bekommen habe.

Auf dem Flug wurde dann noch ein Dokument zur Custom Declaration (Zolldeklaration) und ein Dokument für das Immigration Office zur Erteilung der Einreiseerlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung ausgeteilt. Alles in Englisch, Koreanisch und Japanisch. Wer keine der Sprache gut beherrscht, dürfte an diesem Punkt schon aufgeschmissen sein. Eine Angabe war auch mir unbekannt da ich das Wort noch nie gelesen, geschweige denn gehört habe. Mein Wörterbuch hat mich dann aber glücklicherweise auf die richtige Fährte gebracht.

Während ich mich um diese Dokumente kümmerte, wurden alle Fenster zu gemacht und das Licht im Flugzeug ausgeschaltet. Ich glaube die wollten das man schläft. Ich war dann einer der wenigen der nicht geschlafen und munter am Ultrabook gewerkelt hat. xD Na gut, irgendwann konnte auch ich mich nicht mehr wachhalten und habe ca. 2 Stunden „geschlafen“. Das war für mich eine sehr kurze Nacht aber ich hoffe, dass ich mit diesem Schritt den Jetlag auf Anhieb überwinde. Gucken wir mal wie gut das klappt.

Ein paar Stündchen später fuhren die Stewardessen wieder mit ihren Wagen los. Ich erwartet noch eine Kleinigkeit zum Knabbern, da nur noch knappe 2 Stunden Restflugzeit vor uns lagen. Ich also wieder „Orange juice“ gesagt als die Dame mit ihrem Rollwagen neben mir stand aber das war wohl auch wieder falsch. xD Es kam nur wieder die Frage „beef or chicken“. Ich entschied mich dann mal für Chicken und bekam wieder ein ganzes Mahl aufgetischt.

Flugzeug Essen

Meinen Orange juice habe ich dann aber trotzdem noch bekommen. Auf die zusätzliche Runde Tee habe ich dann aber verzichtet weil ich einfach nichts mehr runterbekommen habe. Meine anfängliche Befürchtung verhungern und verdursten zu müssen hat sich somit als falsch erwiesen. Es ist eher das Gegenteil eingetreten wenn ich mir so die Bilder angucke.

Japan in Sicht!

Japan

Die Flug war dann rum und kam mir gar nicht so lang vor. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Wenn der Rückflug auch so wird, dann wird das eine sehr angenehme Abreise. Aber gut, ich bin ja eben erst angekommen und will nicht schon an die Abreise denken. ^^

Am Osaka Flughafen traf ich sofort auf freundliche japanische Flughafenmitarbeiter. Einer wies mich drauf hin, dass noch ein Fehler in meinem Einreiseantrag vorlag und ein weiterer freute sich, dass ich aus ドイツランド (doitsulando – Deutschland) komme. ^^

Nachdem ich meinen Koffer hatte, wurde ich noch für eine Gepäckkontrolle ausgewählt. Mir wurde erst ein Hefter mit Bilder gezeigt, auf denen die unterschiedlichsten Drogen, Waffen und Tiere zu sehen waren. Kann ja sein, dass ich das alles mit mir führe. Danach wurde mein Koffer bis in den letzten Winkel inspiziert. Danach wurde ich entlassen und war frei.

Ich war überglücklich japanischen Boden betreten zu haben und auch entsprechend aufgeregt. Ich sucht mir dann ein ruhiges Plätzchen am Rand der Wartehalle und zog mir erstmal meinen Gürtel an, da meine Hose mal wieder zu locker saß. Plötzlich tauchte ein Japaner in Zivilkleidung neben mir auf. Meiner erster Gedanke “war das jetzt schlimm mir hier einfach den Gürtel anzuziehen?”. Der Mann fragte “english?” ich antwortet mit ja und dann zückte er schon einen Ausweis. Es stellte sich heraus, dass es ein Undercover Polizist war, der meinen Passport prüfen wollte. Da habe ich diesmal echt alles abgegriffen was es so gibt. Jedenfalls war der total freundlich, so dass ich mit ihm ein bisschen über meine Reise gequatscht habe. Auch ein bisschen Japanisch konnte ich zum Einsatz bringen was ihn sehr erfreut hat. Er wünschte mir einen schönen Aufenthalt und ich machte mich auf die Suche nach einen ATM der internationale Kreditkarten akzeptiert. Ich wurde auch fündig. Ich favorisierte einen der beiden Automaten, da einer eine Abhebungsgrenze von 20.000 Yen hatte (1 Euro = 130 Yen). Der ATM akzeptierte meine PIN und lies mich meinen Wunschbetrag eingeben. Auch dieser wurde akzeptiert, so dass er anfing zu rödeln. Dies dauerte verdächtig lange und es kam bis auf meine Karte nichts weiter aus dem ATM raus. Verwundert fragte ich die 2 hinter mir wartenden Personen, wo denn bei dem ATM das Geld rauskommt. XD Naja, waren auch beide ratlos, so dass ich dann einen vorlies, um zu gucken was bei ihm passiert. Währenddessen ging mir so durch den Kopf “die werden doch nicht meine Karte gesperrt habe oder was wenn das Geld trotzdem abgebucht wurde obwohl ich nichts bekommen habe”. Das Geld wurde meinem Nachfolger ausgezahlt und mit einer Papierquittung bestätigt. Naja, ich versuchte dann mein Glück am anderen ATM, der mir komischerweise die Abhebung von 50.000 Yen anbot. Dies nutzte ich natürlich sofort, so dass ich auf einmal Geld mit vielen Nullen in der Hand hatte.

Yen

Die Aktion sorgte nach der Polizeigeschichte zusätzlich dafür, dass ich etwas durch den Wind war. Meine letzte Anlaufstelle war dann das Osaka Tourist Information Center, in welchem ich mir Infos zu Osaka und allem Drumherum geholt habe. Na da wars dann ganz vorbei mit meiner Ruhe. Anschließend machte ich mich dann auf den Weg zum Hotel aber das ist wieder eine andere Geschichte. ^^

3 Comments

  1. shion

    Ich bin überrascht, dass ihr das wisst. Lokum, genau so sah das aus. Sirupartig (wie in der Wiki erwähnt) trifft es an sich sehr gut. Vlt. sollte ich mir auf der erneuten Durchreise mal ein Paket von den Dingern kaufen. Aso, ne.. Denkfehler, dann müsstenich ja erst Geld eintauschen. ^^

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.