Harzer-Hexen-Stieg Trekking-Vorbereitungen

Harzer-Hexen-Stieg

Nachdem meine erste Trekking-Tour in Deutschland (siehe Deutschland – Oderlandweg (2017)) eine super Erfahrung war, habe ich mir eine weitere Tour herausgesucht. Es handelt sich um den ca. 95 km langen Harzer-Hexen-Stieg, der durch das höchste Gebirge Norddeutschlands führt. Wie der Name schon vermuten lässt, führt die Strecke durch den Harz und macht einen kleinen Abstecher auf den Brocken. Aufgrund der Länge der Strecke liegt der Startort in Niedersachsen und der Zielort in Sachsen-Anhalt.

Von der Schwierigkeit her wird die Strecke mit dem Schwierigkeitsgrad mittel geführt. Es muss insgesamt ein Aufstieg von ca. 1200 m und ein Abstieg von ca. 1100 m bewältigt werden. Verglichen mit anderen Strecken klingt das sehr human.

Etappen

Normalerweise setzt sich der Harzer-Hexen-Stieg aus 5 Etappen zusammen. Allerdings fiel die Entscheidung, die 5 Etappen auf 4 Etappen zusammenzufassen. Denn die eigentliche 1. Etappe war mit ca. 10 km doch etwas kurz geraten und ist eher für Leute gedacht, die einen langen Anreiseweg haben und am Nachmittag/Abend noch etwas wandern möchten. Wer Interesse an den originalen Etappen hat, der kann sich diese hier angucken.

Auf einer Karte sieht die Tour dann wie folgt aus.

Harzer-Hexen-Stieg Etappen
Harzer-Hexen-Stieg Etappen

Und hier nochmal die einzelnen Etappen im Detail mit Start- und Zielort sowie der Entfernung.

 EtappeStartortZielortEntfernung
1Osterode am HarzAltenau22,0 km
2AltenauDrei Annen Hohne27,0 km
3Drei Annen HohneRappbode-Talsperre26,0 km
4Rappbode-TalsperreThale20,0 km

20 bis 27 km pro Tag sind zwar eine ordentliche Entfernung aber aufgrund des angenehmen Höhenprofils sollten diese Entfernungen kein Problem darstellen. Notfalls werden die Etappen wieder ein bisschen verschoben.

Begleitung und Reisezeitraum

Wer meine bisherigen Reisen mitverfolgt hat, der weiß, dass ich für gewöhnlich allein unterwegs bin. Dies liegt nicht daran, dass ich zwingend allein reisen möchte. Viel mehr ist es schwierig Gleichgesinnte zu finden, die sich auf solche körperlichen und geistigen Strapazen einlassen. Umso mehr freue ich mich, dass ich diesmal Johann als Mitreisenden begrüßen kann. :D

Als Reisezeitraum haben wir Ende März gewählt. Somit dürfte wettertechnisch von Minusgraden und Schnee bis hin zu traumhaften Frühlingswetter alles drin sein. Ich bin gespannt.

Verpflegung und Übernachtungen

Was die Verpflegung angeht, so ist diesmal ein Mix aus Selbstverpflegung und der Inanspruchnahme von Gaststätten/Restaurant geplant. Einerseits sollte so das Gewicht des Rucksacks reduziert werden, was bei den Entfernungen wirklich hilfreich ist und andererseits ist die Versorgung im Harz wirklich gut und preislich in Ordnung.

Hinsichtlich der Übernachtungen werden wir ein Zelt mitnehmen – auch wenn es nicht zwingend eingesetzt wird. Allerdings ergibt sich dabei wieder das Problem mit den strengen Gesetzen in Deutschland respektive dem Zeltverbot. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum auf den meisten offiziellen Wanderstrecken keine Zeltplätze angeboten werden. Vermutlich stehen dem die kommerziellen Interessen einiger Gruppen, diverse Gesetze oder einfach nur der Unterhalt solcher Plätze entgegen. Auf Madeira konnte ich jedoch sehen, dass das Anbieten von offiziellen Zeltplätzen (auch wenn es nur ein Stückchen ebene Fläche war) ohne große Kosten tatsächlich möglich ist.

Unter der Annahme es sei eine rechtliche Grauzone, übernachten viele Trekker in den Schutzhütten, die im Harz überall neben den Wanderwegen zu finden sind. Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, dass in oder an den Schutzhütten kein Zelt aufgebaut wird. Biwakieren wird jedoch geduldet, da es rechtlich unter den Begriff „lagern“ fällt. Also merke: Wer biwakiert, der zeltet nicht und unterliegt somit nicht dem Zeltverbot. Typisch Deutschland.

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