Tag 22: Ghibli Museum

An unserem 2. Tag in Tokyo stand der Besuch des Ghibli Museums auf dem Plan. Da mein letzter Besuch des Ghibli Museums 5 Jahre her ist, war ich gespannt was sich in der Zwischenzeit alles verändert hat.

Ghibli Museum

Nachdem unser gestrige Abend sehr lang geworden war ließen wir es heute Morgen sehr entspannt angehen. Somit erreichten wir das Ghibli Museum erst gegen 11:30 Uhr. Da ich zu meinem letzten Besuch des Ghibli Museums bereits einen erklärenden Text geschrieben hatte zitiere ich diesen hier direkt einmal.

Bei Ghibli handelt es sich um ein sehr bekanntes Animationsstudio, welches seit 1985 existiert und Werke wie „Die letzten Glühwürmchen“, „Prinzessin Mononoke“, „Mein Nachbar Totoro“, „Das wandelnde Schloss“ sowie noch viele weitere grandiose Meisterwerke zur Animewelt beigesteuert hat. Gerade weil das Studio so bekannt und die Werke eine hohe Qualität aufweisen, wurden einige Werke sogar in ausgewählten deutschen Kinos gezeigt und laufen ab und an auch im deutschen Free-TV. Die Gestaltung des Museums, sprich die Architektur und Einrichtung, war an das Ghibli-Universum angelehnt und daher sehr fantasiereich. Mit einem normalen Museum hatte das nichts mehr zu tun. Was die Architektur angeht, so kann man diese ein wenig auf den Fotos sehen. Im Inneren des Gebäudes herrschte wieder Fotoverbot. Im Museum wurden viele Konzeptzeichnungen diverser Ghibli-Werke ausgestellt sowie auch viele Hintergründe die in Ghibli-Werken zum Einsatz kamen. Wer den hohen Detailgrad und die Farbenpracht vom Ghibli Studio kennt, kann sich vorstellen dass das eine reine Augenweide war. Sowas ist wahre Kunst und die Ersteller dieser Werke sind einfach zu bewundern. Neben diesen Bildern wurden auch die Storyboards (gezeichnete Version eines Drehbuchs) zweier Ghibli Werke ausgestellt. Jedes Storyboard bestand aus 5 richtig dicken Büchern. Unter anderem konnte man sich das Storyboard von „Ponyo – Das große Abenteuer am Meer“ angucken. Es war für mich sehr interessant mal zu sehen, welchen Detailgrad die Ghibli Storyboards aufweisen.

An der grundlegenden Ausstellung hat sich natürlich nichts geändert, außer dass die Chronologie der Filme erweitert wurde. Allerdings hatte ich sehr viel Freude dabei die sehr detailreichen Zeichnungen noch einmal zu bestaunen.

Roboter aus "Laputa - Das Schloss im Himmel"
Roboter aus „Laputa – Das Schloss im Himmel“

Zudem wurde die Ausstellung um einen weiteren großen Bereich erweitert. In diesem drehte sich alles um das Thema Essen. Es wurden also aus allen Werken spezielle Essensszenen herausgesucht und ausgestellt. Das Essen wurde nachgebildet, die Szenen mit Storyboards gezeigt und auch eine komplette Küche aus dem Film „Laputa – Das Schloss im Himmel“ wurde nachgebaut und konnte aktiv erkundet werden.

Wie auch bei meinem letzten Besuch erhielt man beim Einlass einen Teil eines Original Filmstreifens eines beliebigen Ghibli Werks als Eintrittskarte. Nachdem ich letztes mal nur den Unterteil eines Kleids erhalten habe hatte ich heute richtig Glück. Diesmal ist das Mädchen Mei zu sehen, die auf Totoro liegt. Ein echter Glückstreffer genau diese Szene aus dem Film „Mein Nachbar Totoro“ zu treffen. Dieser Teil des Filmstreifens galt dann gleichzeitig als Eintrittskarte für eine Kurzvorstellung im hauseigenen Kino. Nach wie vor werden dort Kurzfilme gezeigt, die explizit für das Museum Ghibli produziert werden. Nachdem ich beim letzten Mal mit dem Film nichts anfangen konnte traf der heutige Kurzfilm voll meinen Geschmack. Es ging um eine Raupe die aus einem Ei schlüpfte und dann die Welt entdeckte.

Nach 3 Stunden hatten wir dann alles im Museum gesehen und machten uns wieder auf den Rückweg.

Tôkyô Dome City

Anschließend machten wir uns auf zum Unterhaltungskomplex Tôkyô Dome City. Neben einigen Fahrattraktionen, dem Tôkyô Dome und einigen Geschäften gab es dort aber nicht wirklich etwas zu sehen. Der angrenzende Park war leider auch schon geschlossen, so dass wir uns nach einem kleinen Rundgang auf dem Gelände direkt zum Tôkyô Hauptbahnhof aufmachten. Dort existiert unterhalb des Bahnhofs eine Einkaufspassage, in der ausschließlich Produkte zu diversen Serien und Charakteren (z. B. Gudetama, Miffy, Pokemon) verkauft werden. Daher heißt der Bereich auch „Tôkyô Character Street“. Gekauft haben wir zwar nichts aber es war wirklich erstaunlich was es alles für Produkte zu den jeweiligen Charakteren und Serien gibt. Danach beendeten wir den Tag relativ zeitig, da wir morgen vermutlich wieder sehr zeitig aufstehen müssen.

Shin Chan Store
Shin Chan Store

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