Tag 5: Dôgo Onsen & Park und Isaniwa Schrein

Am 2. Tag in Matsuyama planten wir den Besuch der Dôgo Onsen sowie des daneben liegenden Dôgo Parks. Außerdem hatten wir den Besuch des Isaniwa Schreins eingeplant.

Bloggen bis in die Nacht

Da wir letzte Nacht durch das Feuerwerkfestival erst spät zurück im Hotel waren und dann auch noch jeweils einen Blogeintrag geschrieben haben, kamen wir erst gegen 4:30 Uhr ins Bett. Vieeeel zu spät. Nun waren wir gerade einmal ein paar Tage in Japan und schon war unser normaler Tagesrhythmus zerstört. Damit wir am nächsten Tag ausgeruht starten konnten, entschieden wir uns dazu den Wecker auf 12:00 Uhr zu stellen. Frühstück hatten wir in diesem Hotel nicht gebucht und die Zimmerreinigung hatten wir über den Fernseher abbestellt. Somit konnten wir tatsächlich bis 12:00 Uhr schlafen, da uns dann erst der Wecker aus dem Schlaf riss.

Botchan und Botchan Karakuri Uhr

Gegen 13:00 Uhr waren wir dann startklar, so dass wir mit der Straßenbahn bis zum Dôgo Onsen Bahnhof gefahren sind. Dort angekommen, bewunderten wir erst einmal einen Zug mit dem Namen Botchan. Bei diesem handelt es sich um einen Nachbau einer ab 1888 in Betrieb gewesenen Dampflok. Botchan wird allerdings mit einem Dieselmotor betrieben, um Touristen durch die Stadt zu fahren. Der Name Botchan stammt hierbei aus dem in Japan sehr bekannten Roman Botchan des Autors Natsume Sôseki. Botchan ist darin eine Person und der Protagonist der Handlung. Auf der anderen Straßenseite des Zuges stand die Botchan Karakuri Uhr, welche zum 100. Jahrestag des Dôgo Onsens gebaut wurde. Zu bestimmten Zeiten zeigt diese Uhr Charaktere und Szenen aus dem Roman Botchan. Allerdings konnten wir selbst nicht Zeuge von diesem Schauspiel werden.

Dôgo Onsen

Über die Dôgo Einkaufsstraße ging es dann vorbei an unzähligen kleinen Läden zum Dôgo Onsen. Das Dôgo Onsen zählt zu den ältesten Onsen in Japan und diente sogar als Vorlage für das Badehaus im weltweit berühmten Ghibli-Film „Chihiros Reise ins Zauberland“. Wer möchte kann auch heute noch im Dôgo Onsen baden gehen. So wie es aussah, fand das Angebot sehr großen Zuspruch.

Dôgo Onsen
Dôgo Onsen

Isaniwa Schrein

Anschließend ging es weiter zum Isaniwa Schrein, der 1667 erbaut und vom Departure of Culture zum wichtigen Kulturerbe ernannt wurde. Der Schrein war ziemlich groß und wir waren zeitweise die einzigen Besucher. Somit konnten wir den Schrein und die dort vorherrschende Atmosphäre ganz in Ruhe genießen. Ein Vorteil wenn man abseits des Massentourismus seine Ausflüge macht. Wir spendeten dann einen kleinen Geldbetrag und zogen jeweils ein Omikuji. Also eine Art geschriebenes Orakel, das einem hinsichtlich diverser Aspekte die Zukunft prophezeit und Ratschläge gibt.

Isaniwa Schrein
Isaniwa Schrein

Dôgo Park

Abschließend ging es zum Dôgo Park. In meinen Augen ein traumhaft schöner Park der super gepflegt war. Von daher nahmen wir uns viel Zeit um den Park zu erkunden und machten einige längere Pausen um die Vegetation zu genießen. Inmitten des Parks gab es zudem einen kleinen Berg auf dem eine Aussichtsplattform stand. Über diese hatten wir auch heute wieder einen herrlichen Ausblick über ganz Matsuyama. Damals stand an dieser Stelle wohl die Burg Yuzuki, von der heute aber keine Überbleibsel mehr existieren.

Dôgo Park
Dôgo Park

Da wir heute etwas zeitiger ins Bett kommen wollten machten wir uns bereits 17:30 Uhr auf den Weg zum Hotel. Unterwegs machten wir noch Halt an einem Arcade Center um das Taiko-Trommelspiel Tatsujin no Taiko zu spielen und an einem Restaurant um Abendbrot zu essen. Schließlich hatten wir heute fast gar nichts gegessen.

Onsenbesuch im Hotel

Im Hotel angekommen begannen wir direkt damit den heutigen Blogeintrag zu schreiben. Denn für heute Nacht war noch ein Onsenbesuch im hoteleigenen Onsen geplant. Da wir aber nicht in einem überfüllten Onsen baden wollten, warteten wir noch etwas. 23:00 Uhr zogen wir dann los. Es ging ab in den 13. Stock des Hotels, da sich dort das Onsen befand. Dort angekommen betraten wir den Badebereich. Im Vorraum zog man seine Schuhe aus und stellte sie in einen kleinen Schuhschrank. Im nächsten Raum standen dann ausreichend Schließfächer zur Verfügung. Somit konnte man sich seiner Klamotten entledigen und nackt den Badebereich betreten. Da man das Onsen zur Entspannung betritt muss man sich vorher waschen. Dafür stehen kleine Waschbereiche zur Verfügung, die durch kleine Trennwände separiert sind.

Ich setzte mich also auf einen kleinen ca. 20 cm großen Hocker und duschte mich erstmal ordentlich ab. Alles war darauf ausgelegt, dass man sich im Sitzen wäscht. Die Dusche inkl. Halterung und die Abstellbereiche auf der sich Shampoo, Duschgel und weitere Pflegeprodukte befanden waren somit im direkten Griffbereich. Im schäumte mich ordentlich ein und duschte mich ab. Auch Patrick und Andre waren dann fertig, so dass wir gemeinsam in das Onsen stiegen. Das Wasser hatte eine Temperatur von 48 °C, was mir als Kaltduscher doch schon extrem heiß vorkam und ich etwas Zeit brauchte um komplett im Wasser zu verschwinden. Die eine Hälfte des Onsen befand sich direkt in den Räumlichkeiten des Hotels und die andere Hälfte war unter freiem Himmel auf einem großen Balkon untergebracht. Wir saßen also unter freiem Himmel, in einem mit Steinen gesäumte Becken und entspannten uns. Zu lange konnte ich allerdings nicht im Wasser bleiben, da einem bei der Hitze schnell schummrig wurde.

Da es auch eine Sauna gab, probierten wir auch diese aus. Da ich aber nicht regelmäßig in die Sauna gehe, hielt ich es nicht so lange in der 95 °C Sauna aus. Nachdem wir uns mit kaltem Wasser abgespült hatten, setzten wir uns noch neben das Becken im Außenbereich um etwas die frische Luft zu genießen. Anschließend ging es wieder zurück ins Hotelzimmer und die Planung für den nächsten Tag begann.

Weitere Impressionen des Tages

2 Comments

  1. D&G aus K

    Echt cool und an Eindrücken selbst aus der Ferne kaum zu verarbeiten !!!!!!
    Was stand den in deinem Omikuji? Hoffentlich nur gutes :-)
    Was sagen denn eigentlich eure Reise-Temperaturen? Wir schwitzen gerade bei 35° tagsüber und nachts um 20°.
    Viel Spaß weiter !

    1. Sven

      Das Glück wurde im Omikuji mit „Gut“ angegeben. :D
      Das Omikuji geht auf die Themen „Wunsch“, „Erwarteter Besucher“, „Verlorener Gegenstand“, „Reise“, „Geschäft“, „Studium“, „Spekulation“, „Spiel“, „Liebe“, „Umzug“, „Geburt“, „Krankheit“ und „Heiratsantrag“ ein. Somit ist es doch ziemlich umfangreich.

      Die Temperaturen liegen ebenfalls jeden Tag um die 35°C, nur dass wir nachts immer noch um die 27°C haben. Da die Luftfeuchtigkeit allerdings zwischen 60 und 80 % pendelt, fühlen sich die 35°C viel brutaler an. Als wäre man in einer Sauna.

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